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EU-China Think Tank Dialog
Biodiversität und Landnutzung

Wie können wir Entwicklung und Naturschutz in Einklang bringen? Vom 16. bis 21. Juni 2025 trafen sich führende europäische und chinesische Experter/innen, um diese Frage im Rahmen des jüngsten EU-China Think Tank Dialogs zu „Biodiversität und Landnutzung“ zu diskutieren.

Diese vierte Delegationsreise – Teil des von der Europäischen Union finanzierten und von der Hanns-Seidel-Stiftung in Zusammenarbeit mit wichtigen Think-Tanks des chinesischen Ministeriums für natürliche Ressourcen umgesetzten Projekts „EU-China Think Tank Engagement on Green Governance“ – vereinte Politikexperter/innen, Forschende und NGO-Vertreter/innen zu einer intensiven Austauschwoche in Peking und Guangzhou.

Schwerpunkte & Höhepunkte der Veranstaltung

Peking – Auftaktveranstaltung
Die Woche begann mit einem Einführungstreffen bei der EU-Delegation in China, wo die Teilnehmer von Herrn Laurent Bardon (Leiter des Referats für den Grünen Wandel) begrüßt wurden. Dabei wurden die EU-chinesische Zusammenarbeit im Umweltbereich vorgestellt sowie aktuelle Prioritäten beider Seiten in den Bereichen Klimaschutz und Biodiversität erläutert.

Am Montagnachmittag fanden Fachgespräche mit Think-Tanks des chinesischen Ministeriums für natürliche Ressourcen statt. Diskutiert wurden die Themen Biodiversitätsplanung in urbanen Räumen, Schutz von Ackerflächen, Biodiversitäts-Kredit, Globale Rahmenwerke wie „Digital Sequence Information“ und die Ziele der COP16.

Delegation besucht Greennovation Hub

Delegation besucht Greennovation Hub

Dialog mit NGOs & Öffentliche Konferenz

Die Delegation besuchte den chinesischen Think Tank Greenovation Hub zu einem Dialog mit deren Nature Conservation Team. Die Diskussion konzentrierte sich auf Landnutzung, Biodiversitätsindikatoren, aktuelle Entwicklungen der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Biodiversität, wie etwa das BBNJ-Übereinkommen.

Am Dienstagnachmittag fand eine öffentliche Konferenz statt, bei der Forschende und politische Berater zusammenkamen, um Strategien zur Renaturierung von Ökosystemen, urbane Biodiversität und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zwischen der EU und China zu diskutieren.

Forschung in Aktion an der Peking-Universität

Am 18. Juni besuchte die Delegation das Shan Shui Conservation Center, wo sie sich mit dem Team über folgende Themen austauschten wie Biodiversitätsmonitoring, gemeindebasierten Naturschutz, Mainstreaming von Biodiversität und andere effektive, gebietsbezogene Erhaltungsmaßnahmen (OECMs). Zudem diskutierten beide Seiten Erfahrungen über die innovative Anwendung von KI und Datenanalysen in der Biodiversitätserhaltung.

Städtische und Feuchtgebiets-Renaturierung in Guangzhou

In Guangzhou lag der Programmfokus auf urbaner Nachhaltigkeit und Feuchtgebiets-Renaturierung. Die Teilnehmer trafen sich mit dem Stadtplanungsinstitut, dem Amt für Stadtplanung und natürliche Ressourcen, untersuchten Strategien zu großflächiger Flächenkonsolidierung und Biodiversitätserhalt. Exkursionen zu den Feuchtgebieten Nansha und Haizhu verdeutlichten praktische Maßnahmen in Mangroven-Renaturierung, Vogelschutz und städtischer ökologischer Planung.

Die Woche klang aus mit einem Abendessen unter Beteiligung lokaler NGOs, die sich auf Klimaaktionen Jugendlicher konzentrieren.

Teilnehmer

Zu den europäischen Teilnehmern gehörten Experten von:

  • Europäisches Umweltbüro (EEB)
  • Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP)
  • NABU International & Species Conservation Foundation
  • Landwirtschaftliche Universität Krakau
  • Universität Leiden
  • CONCITO (Dänemark)

Zu den chinesischen Partnern gehörten Experten von:

  • Beratungs- und Forschungszentrum, Ministerium für natürliche Ressourcen (CRC MNR)
  • Forschungszentrum für territoriale Raumplanung, Ministerium für natürliche Ressourcen (RCTSP MNR)
  • Zentrum für Flurbereinigung und Sanierung, Ministerium für natürliche Ressourcen (LCRC MNR)
  • Shan Shui Conservation Center
  • Guangzhou Urban Planning & Design Survey Research Institute
  • Guangzhou Municipal Planning and Natural Resources Bureau
  • Verwaltung des Ausstellungszentrums für Feuchtgebiete und Stadtplanung in Guangzhou

Über das Projekt

Das EU-China Think Tank Engagement on Green Governance Project zielt darauf ab, den regelmäßigen Austausch zwischen führenden Thinktanks und akademischen Einrichtungen in China und der EU im Rahmen von Track-1.5- und Track-2-Dialogen zu fördern. Das Projekt unterstützt ein tieferes gegenseitiges Verständnis, den Aufbau von Vertrauen und eine evidenzbasierte Politikgestaltung zu wichtigen Fragen der grünen Governance wie Klimaschutz und -anpassung, Landnutzung, Schutz der biologischen Vielfalt, Energiewende und ökologische Sanierung.

Weitere Informationen zu Strategiepapieren, gemeinsamen Forschungsprojekten und künftigen Delegationsaktivitäten folgen in Kürze.