Alumni-Treffen in Peking verbindet Umweltbewusstsein und Dialog
Der Tag begann im Nanhaizi-Park im Süden Pekings, wo zwei Studentinnen der Beijing Forestry University die Gruppe auf eine geführte Vogelbeobachtung begleiteten. Zwischen Reihern, Kormoranen und Graukranichen wurde Biodiversität hautnah erfahrbar. Die Teilnehmenden lernten, wie eng Artenschutz, Klimawandel und nachhaltige Ressourcennutzung miteinander verwoben sind. Besonders eindrücklich wurde die ökologische Bedeutung von Feuchtgebieten verdeutlicht – Lebensräume, die durch Urbanisierung und Klimaveränderungen zunehmend unter Druck geraten.
Die Exkursion bot nicht nur faszinierende Einblicke in Chinas vielfältige Tierwelt, sondern auch Denkanstöße für die internationale Zusammenarbeit in Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes. In den Gesprächen wurde spürbar, dass Naturschutz weit über wissenschaftliche Erkenntnisse hinausgeht: Er verbindet Menschen, Kulturen und Generationen.
Am Nachmittag vertiefte sich der Austausch in einem Gespräch mit Arend Wulff, dem Leiter der politischen Abteilung der Deutschen Botschaft in Peking. Im Büro der HSS diskutierten die Alumni aktuelle Entwicklungen in den deutsch-chinesischen Beziehungen, die Rolle zivilgesellschaftlicher Kontakte sowie gemeinsame Zukunftsthemen wie nachhaltige Lieferketten, Klimaanpassung und internationale Zusammenarbeit. Die Bedeutung solcher persönlichen Netzwerke als Brücken zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Diplomatie wurde verschiedentlich betont.
Das Treffen machte deutlich, wie lebendig das HSS-Alumninetzwerk in China ist - getragen von Engagement, gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Willen, Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen – so entstand ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Dialog und Bewusstsein Hand in Hand gehen können.