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Repräsentanzbüro Shanghai

Allgemeinbildung - Berufliche Bildung - Erwachsenenbildung

Standort:

Shanghai

Leitung:

Georg Stadler

Homepage:

https://china.hss.de/unsere-bueros/shanghai/

 

Ziele:

  • Beratung von Entscheidungsträger*innen im Bildungsbereich
  • Beratende Unterstützung bei der Entwicklung von neuen, nachhaltigen Bildungskonzepten, Studiengängen, Curricula und aktuellen Unterrichtsmodellen
  • Beratung bei der Erstellung und Erprobung von Lehr- und Unterrichtsmitteln
  • Koordination von fachlichen, methodisch-didaktischen und pädagogischen Fortbildungen von Schulleiter*innen, Lehrkräften und Ausbilder*innen sowie Entwicklung entsprechender Programm
  • Unterstützung strukturschwacher Regionen bei der Entwicklung eines praxis- und bedarfsorientierten allgemeinen und beruflichen Bildungswesens (Bildungstransfer)
  • Unterstützung der Fort- und Weiterbildung von Dozent*innen und Funktionsträger*innen in westlichen Provinzen im Rahmen der Förderung strukturschwacher Regionen
  • Beratende Unterstützung von Betrieben und Schulen bei der Organisation und Durchführung einer beruflichen Ausbildung, angelehnt an das Deutsche Duale System der Berufsausbildung
  • Realisierung von Modell- und Pilotprojekten in den verschiedenen Bildungssektoren (Allgemeinbildung, Berufsbildung und Erwachsenenbildung)
  • Verbreitung und Transfer der Projektergebnisse

 

Zielgruppen:

  • Bildungspolitische Entscheidungsträger*innen
  • Bildungsämter und Bildungskommissionen
  • Universitäten, Hochschulen, Schulen, Betriebe
  • Schulleiter*innen, Lehrer*innen, Multiplikatoren, Studierende, Ausbilder*innen

 

Kurzbeschreibung:

Das HSS Projektbüro in Shanghai ist schon seit mehr als 35 Jahren im Bereich der Bildung in China aktiv. Die verschiedenen Fortbildungs- und Beratungsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet das Schulmanagement zu professionalisieren, die Unterrichtsqualität zu verbessern, die Praxisanteile im Unterricht zu stärken und Schulen in strukturschwachen Regionen (vor allem in den Provinzen Anhui und Yunnan) zu unterstützen. Die Ausgangslage ist, dass China hochqualifizierte Arbeitskräfte benötigt, die sowohl über theoretische Kenntnisse als auch über ausreichende praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen müssen, die den Erfordernissen des chinesischen Arbeitsmarktes entsprechen. Dies bildet die Grundlage dafür, Armut zu überwinden und am politischen und sozialen Leben zu partizipieren. Wir sind davon überzeugt, dass alle Provinzen in China gleichermaßen diese Herausforderungen meistern müssen. Die Basis dafür ist eine gute Bildung. Dabei werden die Bildungs- und Ausbildungsmodelle an die chinesischen Gegebenheiten angepasst, weshalb adaptierte Lösungsansätze für die Projektschulen, mit denen wir zusammenarbeiten immer ein Kernanliegen unserer Arbeit sind.

Die Schwerpunkte der Maßnahmen liegen neben Fortbildungen für chinesische Lehrer*innen auf Qualitätsmanagement und Organisation von lernfeldorientiertem Unterricht. Dabei werden nicht nur fachliche Inhalte vermittelt. Handlungsorientierung, die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen sowie Unterrichtsmethodik und -didaktik stehen im Fokus der Aktivitäten. Hierzu werden Kurzzeitfachkräfte aus Deutschland für Lehrerfortbildungen vor Ort in China verpflichtet, sowie chinesisches Lehrpersonal in Deutschland fortgebildet. Durch die Kooperation mit Unternehmen kann die Praxisrelevanz der Curricula sichergestellt werden. Die Koordinierung erfolgt in enger Abstimmung mit der Bildungskommission in Shanghai.

 

Berufsabschluss „Staatlich anerkannter Techniker“

Gemeinsam mit dem Shanghai Technical Institute of Electronics and Information (STIEI) wurde in Anlehnung an die deutsche Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker eine Technikerklasse eröffnet, welche in die Chinesisch-Deutsche Berufshochschule Shanghai eingegliedert ist, an deren Ende die Schüler*innen nicht nur den chinesischen Schulabschluss bekommen, sondern auch den Abschluss „Staatlich anerkannter Techniker“ des Bayerischen Kultusministeriums und ein Berufsabschlusszertifikat der deutschen Außenhandelskammer in Shanghai. Während der Ausbildung haben die Schüler*innen Gelegenheit einen Schüleraustausch zu machen und die Dozenten*innen der Schule werden regelmäßig von deutschen Berufsschullehrkräften fortgebildet. Die besten Absolventen der Schule haben die Möglichkeit ihr Studium in Deutschland fortzusetzen, aber auch bei deutschen Unternehmen im Großraum Shanghai sind sie begehrte Arbeitskräfte.

 

Berufsakademie Nanjing

Die Berufsakademie in Nanjing (Nanjing Technical Vocational College) arbeitet sehr eng mit der Firma Bosch Siemens Haushaltsgeräte vor Ort in China zusammen. Das an das deutsche Duale System der Berufsausbildung angepasste Curriculum, in Verbindung mit einem Abschluss der deutschen Außenhandelskammer trägt zu einer erfolgreichen Ausbildung der Fachkräfte bei, welche später auch im Unternehmen Führungspositionen übernehmen. Anders als üblich verbringen die Schüler*innen nicht zwei Jahre in der Schule und das letzte Jahr im Betrieb, sondern haben schon ab dem zweiten Lehrjahr Blockunterricht in einem bestimmten Ausbildungsbetrieb, der oft nach dem Abschluss ein Übernahmeangebot macht.

 

Nanjing Institute of Industry Technology

Am Nanjing Institute of Industry Technology finden regelmäßig Fortbildungen für chinesische Lehrer*innen statt, welche von deutschen Kurzzeitfachkräften vor Ort in China durchgeführt werden. Seminare und Workshops werden u. a. in den Bereichen Mechatronik, Robotertechnik, Computergestützte Steuerungen und CAD angeboten.

 

Seminare an der Tongji-Universität

In Kooperation mit der Tongji Universität in Shanghai und dem bayerischen Kultusministerium finden im Rahmen der „Chinesisch-Deutschen Union für Berufsbildung“ regelmäßig Seminare für deutsche und chinesische Schulleiter*innen statt. Themen sind u.a. „Digitalisierung im Unterricht und die Entwicklung von Curricula“ oder „Qualitätsmanagement an Schulen“. Ziel ist die Entwicklung von berufspädagogischem Personal in China.

 

Weiterentwicklung der aktuellen Pilotprojekte

Die in China derzeit realisierten Pilotprojekte in Bezug auf die Entwicklung von Curricula und deren Umsetzung im Bereich einer an das Duale System Deutschlands angelehnten Ausbildung für technische Berufe, sowie in der Technikerausbildung werden auf neue Themenfelder (z.B. Berufe im Bereich Wirtschaft, Pflege, Hotel- und Gaststättengewerbe) erweitert und in strukturschwächere Regionen, z.B. in die Provinzen Anhui und Yunnan, übertragen, um die Kluft des Bildungsniveaus innerhalb Chinas zu reduzieren.

  • Bildungskommission Shanghai
  • Shanghai Technical Institute of Electronics and Information
  • Nanjing Institute of Industry Technology
  • Nanjing Technical Vocational College
  • Changshu Riverside Vocational School
  • Yunnan Hanwen Education Group
  • Wuhu Institute of Technology
  • Tongji University
Kontakt
Projektleitung: Georg Stadler
China
Projektleitung:  Georg Stadler
E-Mail: Stadler-G@hss.de
Büroleiterin: CHEN Zhuotao
China
Büroleiterin:  CHEN Zhuotao
E-Mail: chen@hss.de
Projektassistentin: XIA Fengxue
China
Projektassistentin:  XIA Fengxue
E-Mail: Xia@hss.de
Projektassistentin: YANG Qian
China
Projektassistentin:  YANG Qian
E-Mail: Yang-Q@hss.de
Projektassistentin: XIAO Jialu
China
Projektassistentin:  XIAO Jialu
E-Mail: Xiao-J@hss.de

Anschrift

Hanns Seidel Stiftung e.V.
Repräsentanzbüro Shanghai
No. 620 Zhongshan Road (S-2)
Building 2, Room 303
200032 Shanghai
V.R. China

Georg Stadler
Tel.: + 86 21 54015096
E-Mail: shanghai@hss.de