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Gesellschaftspolitisches Engagement zur Stärkung der nachhaltigen Entwicklung: Green Zhejiang und die HSS unterstützen das Ehrenamt

Die Nichtregierungsorganisation Green Zhejiang und die Hanns-Seidel-Stiftung vertiefen ihre Zusammenarbeit im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Durch ehrenamtliches Engagement sollen gemeinsame Zielgruppen für den Schutz von Wasserressourcen und zur nachhaltigen Entwicklung ermuntert werden.

Green Zhejiang und die HSS: Gründungsmitglieder des RCE Hangzhou

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Green Zhejiang wurde im Jahr 2000 von Professoren und Studenten der renommierten Zhejiang University gegründet. Die NGO hat als Zielsetzung die nachhaltige Entwicklung in der Provinz Zhejiang durch ehrenamtliches Engagement und durch Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) und Green Zhejiang kooperieren seit drei Jahren durch das Regional Centre of Expertise for Education on Sustainable Development Hangzhou (RCE Hangzhou). Das von der Universität der Vereinten Nationen anerkanntes Bildungs- und Kompetenzzentrum RCE Hangzhou wurde im Jahr 2017 durch die Zhejiang International Studies University (ZISU) ins Leben gerufen. Neben der ZISU beteiligen sich ca. 20 Bildungsanbieter, Unternehmen sowie außerschulische Lernorte an der Gestaltung der Aktivitäten des RCEs. Green Zhejiang und die HSS benennen jeweils einen Vizeleiter für das internationale Bildungszentrum.

Die organisatorisch festgelegte Zusammenarbeit zwischen Green Zhejiang, der Zhejiang International Studies University und der Hanns-Seidel-Stiftung im Rahmen des RCEs nimmt bei der Entwicklung von Dialog- und Bildungsprogrammen im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle ein. Durch die trilaterale Zusammenarbeit konnte z.B. im Jahr 2019 ein Bildungsprogramm für Schüler initiiert werden, das mit einem Preis der Universität der Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde.  

Abbildung: Gruppenfoto von ausgezeichneten Ehrenamtlichen

Abbildung: Gruppenfoto von ausgezeichneten Ehrenamtlichen

Schwerpunkte der Zusammenarbeit: Gesellschaftspolitisches Engagement und Schutz der Wasserressourcen

Im Rahmen der Kooperation planen beide Partner gemeinsam bildungs- und gesellschaftspolitische Programme zu gestalten.

Als ein Beispiel eignet sich ein Programm von Green Zhejiang im Bereich der Rechtswissenschaften. Durch Rollenspiele lernen Jugendliche rechtstaatliche Verfahren und die Umweltgesetzgebung Chinas kennen. Das im Rollenspiel benutztes Verfahren basiert sich auf ein Beispiel aus der Gegenwart: im Jahr 2019 hat in der Provinz Zhejiang erstmalig eine Umweltorganisation (China Biodiversity Conservation and Green Development Foundation) erfolgreich gegen ein Unternehmen (Shenzhen Sumei) geklagt. Das anschließende Urteil basiert sich auf eine Gesetzesänderung in der Volksrepublik: Ein neues Umweltgesetz erleichtert es Nichtregierungsorganisationen gegen Umweltsünder rechtlich vorzugehen.

Zu weiteren Kooperationsbereichen gehören der Schutz von Wasserressourcen und die integrierte nachhaltige Entwicklung von Flussgebieten. Gemeinsam mit örtlichen Behörden, Gemeinden und Bildungsinstitutionen sollen Green Zhejiangs Programme zur nachhaltigen Entwicklung des Qiantang-Flusses und dessen Umgebung erweitert werden.

Der Qiantang-Fluss fließt durch die Provinz Zhejiang und hat ein Einzugsgebiet von ca. 50.000 Quadratkilometer. In der Region wohnen ca. 16 Millionen Menschen, die von den Nachteilen einer steigenden Urbanisierung, Industrialisierung und vom Klimawandel betroffen sind.

Die Partnerschaft zielt auf die Entwicklung von partizipativen Modellen, die das ehrenamtliche Engagement in der Region weiter ausbauen sollen. So werden gemeinsam ökologische, ökonomische und soziale Ansätze entwickelt werden, die die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort verbessern und deren Bewusstsein zur nachhaltigen Entwicklung erhöhen. Gleichzeitig sollen chinesische und deutsche Ehrenamtliche die Möglichkeit bekommen sich gegenseitig zu den gesellschaftspolitischen und umweltpolitischen Themen auszutauschen. Eine wissenschaftliche Begleitung der Prozesse wird durch die Beteiligung europäischer und chinesischer Hochschulen gewährleistet.

Weitere Informationen:

 

Janne Leino

Chefrepräsentant der Vertretung Zhejiang

leino(at)hss.de